Samstag, 1. September 2012

Die brave Hausfrau sorgt für den Winter ;-))) oder: es äpfelt gewaltig

So, nach den vielen Zwetschgen Anfang August, sind jetzt die ersten Äpfel reif. Mein Bäumchen hängt voll roter Apfel, eine wahre Pracht. Leider war das Wetter gestern beim Fotografieren so regnerisch und trübe. Wie die Sorte heißt, habe ich leider vergessen, ein Prinz Luitpold oder Ludwig von Soundso, keine Ahnung, das Etikett gibt es nicht mehr.



Die Äpfel sind sehr schmackhaft, eher säuerlich, und sehr saftig, aber leider nicht zu lagern. Da ich demnächst in den Urlaub gehe, muss ich jetzt noch so viele wie möglich verarbeiten, denn es würde mir das Herz bluten, die Äpfel vergammeln zu lassen. Hihi, und dann nehmen wir noch eine Tüte voller Äpfel mit in den Urlaub nach Südtirol, um davon zu essen. Unser Wirt lacht uns immer aus, denn ein bisschen ist das ja auch wie "Eulen nach Athen tragen", aber warum dort Äpfel kaufen, die dann doch immer gespitzt sind, wenn man nicht ausdrücklich Bio-Ware erwirbt, und die eigenen verfaulen lassen? Nein, das geht nicht.


Also gibt es die nächste Zeit Apfelkuchen in allen Variationen, Apfelkonfitüre (Rezept folgt) und heute zeige ich Dir, wie ich die Füllung für meinen allerliebsten gedeckten Apfelkuchen herstelle, die man entweder gleich verwenden oder auch hervorragend als Vorrat für den Winter portionsweise einfrieren kann. Das ist ein super Sache, denn mit den vorbereiteten eingefrorenen Äpfeln geht das Kuchenbacken dann ratzfatz, weil ja das Äpfelschälen und Dünsten die meiste Arbeit macht, nicht das Backen selbst.

Apfelfüllung für einen gedeckten Apfelkuchen Ø 28 cm:
(für einen kompletten  Blechkuchen brauchst du um die Hälfte mehr)

ca. 2, 25 bis 2,5 kg Äpfel (geputzt gewogen)
1 Tasse Apfelsaft oder Wasser
80 g Zucker (je nach Säuregrad der Äpfel auch etwas mehr)
1 Zimtstange (oder 1 TL gemahlenen Zimt)
Saft und Schale von 2 Bio-Zitronen
4 cl Rum (wer mag)
1 Handvoll Rosinen (oder auch mehr oder keine)
Und so geht's:

Äpfel waschen, schälen, entkernen und in Würfel schneiden, die müssen nicht sehr klein sein, je nach Geschmack. Mit allen Zutaten weich dünsten, ab und zu umrühren, falls die Masse anzubrennen droht (je nach Wassergehalt der Äpfel!), evtl. noch etwas Wasser/Apfelsaft zugeben.



Die Zimtstange nach dem Dünsten entfernen (ich hatte gerade nur gemahlenen Zimt zu Hause, der geht aber auch).

Prinzipiell könntest Du die Masse auch ganz heiß in sterile große Schraubgläser einfüllen und stürzen, so wie beim Marmeladekochen, dann wäre sie auch ausserhalb der Gefriertruhe haltbar, aber ich habe selten genug große Gläser, pro Kuchen fülle ich nämlich meistens einen 3l-Gefrierbeutel so voll wie möglich ab.



Die Masse in den Beuteln komplett abkühlen lassen, dann im Kühlschrank herunterkühlen und im Anschluss einfrieren.

Eingefrorene Apfelmasse taust Du vor dem Backtag über Nacht bei Zimmertemperatur auf, stelle den Beutel sicherheitshalber in eine Schüssel, falls er ein Loch haben sollte ;-) dann in die Schüssel umfüllen, gut verrühren, fertig zum Verwenden :-)

Für den gedeckten Apfelkuchen brauchst Du Mürbteig für Boden, Rand und Deckel, so ca. von 500 g Mehl, die Apfelmasse wird als Füllung hineingegeben, dann der Kuchen gebacken und nach dem Erkalten mit Zitronen-Zuckerguss bestrichen. Das Rezept mit Bildern folgt, wenn ich aus dem Urlaub zurück bin :-)




Kommentare:

  1. Wow, sehr guter Tip mit dem einfrieren!! Mache ich glatt nach :))

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. he, Manuel, du traust dich aber was! ;-))) hi hi

      Löschen
  2. Einfrieren ist eine gute Idee!

    Bei uns ist alles später, die Zwetschgen brauchen noch ein paar Tage, die Äpfel noch ein paar Wochen - aber beides gibt's reichlich.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. das wäre mir jetzt auch lieber, dann hätte ich vor dem Urlaub nicht so viel Stress. Aber wie Klärchen kürzlich im Büdchen vorgeschlagen hat, könnte ich jetzt auch mal wieder meinen Dörrapparat in Einsatz bringen. Du wolltest doch auch ... ? :-)

      Löschen
  3. Sandra Dendorfer22. Januar 2013 um 17:54

    Hallo Barbara! Habe deine "Apfelfüllung für gedeckten Apfelkuchen" mit meinem Rezept "Zwetschenkuchen mit Streusel" kombiniert! Statt den Zwetschgen habe ich deine Füllung genommen! Werde ich auf jeden Fall wieder so backen! War super lecker und total saftig! Jeder aus meiner Familie hat geschwärmt! ;-) Lieber Gruß Sandra

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Sandra,
      na das ist aber nett, von Dir hier auf meinem Blog zu lesen. Schön, dass Du Deine Lieben mit der Kombination von meinem mit Deinem Rezept verwöhnen konntest. Vor allem mein Brüderchen, der ja als ehemaliger Bäcker schon prüfend auf die Dinge schauet :-) Ich habe übrigens auch einen Zwetschgendatschi mit Streuseln (Quark-Ölteig) im Blog, da kannst Du mal mein Streuselrezept nachschauen (mit flüssiger Butter, Zimt und gemahlenen Mandeln ohne Schale - die dürfte Chris wohl auch essen) und verrate mir und meinen Lesern hier mal, wie Du Deine Streusel machst.

      Löschen
    2. Sandra Dendorfer23. Januar 2013 um 12:13

      Geht ganz einfach: 150 g Mehl, je 100 g Zucker und Butter! (für eine Springform 28 cm). Die Butter zerlass ich u. vermische sie per Hand mit Mehl und Zucker! Die Streusel machen und über den Kuchen damit! :-)

      Löschen
    3. Sandra Dendorfer23. Januar 2013 um 12:15

      Ps: Den Zwetschgenkuchen probier i gern mal aus! :-)

      Löschen
    4. ah, auch mit flüssiger Butter, gell, das macht sich toll :-)

      Löschen
  4. Toller Artikel mit einigen sehr Nützlichen Informationen, auch Anfänger können hier mit etwas anfangen.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Vielen Dank, liebe Jule, es freut mich, dass Dir mein Artikel gut gefallen hat :D

      Löschen

Schön, dass Du Zeit auf meinem Blog verbringst, Vielleicht kann Dich das eine oder andere Rezept zum Nachkochen animieren, über Deine Rückmeldung oder Deinen netten Kommentar freue ich mich sehr :-)))
Anonyme Kommentare mag ich nicht so gerne, deshalb bitte ich Dich: Unterschreibe doch bitte Kommentare mit Deinem Namen oder trage dich mit Deinem Profil ein. Dazu einfach bei “Profil“ auf “Name/URL“ klicken und Deinen Namen eintragen oder Dich mit Deinem Google-Profil einloggen.
Ich behalte mir vor, anonyme Kommentare einfach zu löschen.
Fragen, die Du bei einem Post stellst, werden auch in diesem beantwortet, also bitte wieder vorbeischauen oder in der rechten Sidebar die Kommentare abonnieren.
Kommentare, die augenscheinlich nur dazu dienen, unerbetene Werbelinks für die Seite/Firma des Kommentators zu posten, werden gelöscht, im Wiederholungsfall eine Aufwandsentschädigung von 50 € in Rechnung gestellt.