Sonntag, 11. November 2012

Quittengelee mit Orangenschale

Aus der Herstellung meines >>> Quittenbrotes ist noch einiges an Saft übrig geblieben und zwar ca. 1 Liter. Den wollte ich, wie im letzten Post angekündigt, noch zu Gelee verkochen. Normalerweise bevorzuge ich ja Gelierzucker 1:2 aber da Quitten relativ säuerlich sind und das Gelieren von Saft meiner Erfahrung nach mit Gelierzucker 1:1 besser gelingt, habe ich diesen dafür verwendet.

Allgemeines zum Kochen von Gelee:

Nach Anleitung nimmt man meist 750 ml Saft und 1 kg Gelierzucker 1:1, bei gut gelierenden Früchten bis zu 1 Liter. Ich hatte aber auch schon Gelee (von Rosen), bei denen ich nur 700 ml Flüssigkeit eingesetzt habe. Ich schreibe das jetzt so ausführlich, weil ich Dir so das Kochen von Gelee so näherbringen möchte, wie ich mich ihm annähere:

Also: Wenn ich mir nicht sicher bin, ob das Gelee fest genug werden wird, weil ich eine Frucht nicht einschätzen kann, ich also nicht weiß, ob schon reichlich natürliches Pektin vorhanden ist, mische ich immer erst mal nur 700 ml Saft mit Gelierzucker (egal ob jetzt 1:1 oder 2:1) und koche das Ganze nach Vorschrift auf der Packung unter ständigem Rühren. Meistens sind das etwas 4 min.

Danach mache ich eine sogenannte Gelierprobe, d. h. ich lasse vom Kochlöffel einen Tropfen auf einen Teller tropfen und schaue durch Kippen des Tellers, ob es sofort richtig fest geliert. Ist das Gelee sehr fest, gebe ich nochmals etwas 50 ml Saft dazu, koche alles erneut auf und mache wieder eine Gelierprobe ... Ich höre auf zu verdünnen, wenn die Gelierprobe gerade noch gut ausfällt, denn zu flüssiges Gelee macht auf Brot echt keinen Spaß. Aber so kann man die volle Gelierkraft des Zuckers ausnutzen. Und andererseits machen zu feste Gelees auch nicht wirklich Spaß.

Beim Quittengelee habe ich mit 750 ml Saft begonnen und konnte am Schluss insgesamt 875 ml Saft gut im Gelierzucker "unterbringen". So erklärt sie unten bei den Zutaten die Mengenangabe des Saftes für mein Quittengelee. Alles klar? :-)

Eine Anleitung zum Entsaften findest Du in meinem Beitrag zum >>> Quittenbrot.

Quittengelee: Zutaten für ca. 6 Gläser à 250 ml
750 ml >>> 875 ml Quittensaft
1 kg Gelierzucker 1:1
Abrieb von 1 Bio-Orange

Nach den Erklärungen oben gibt es jetzt nur noch eine kurze Anleitung:
Mische den Quittensaft (750 - 875 ml) mit 1 kg Gelierzucker 1:1 und dem Abrieb einer Bio-Orange und koche alles nach Anleitung auf der Packung des Gelierzucker. Gelierprobe machen!

Fülle das heiße Gelee in sterilisierte Schraubgläser ab, stürze die verschlossenen Gläser für ca. 5 min auf den Deckel, drehe sie dann wieder zurück und lasse sie erkalten.

Das Quittengelee schmeckt sooo lecker auf einem frischen Brot zum Frühstück.




Kommentare:

  1. Genial, ich hatte schon so manches Mal Probleme mit Gelee. Super Anleitung und sieht echt köstlich aus!
    Liebe Grüße Manu

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    1. Ha, dann freut es mich ja, dass es sich doch immer mal rentiert, "Grundsätzliches" in den Posts zu erklären :-)

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  2. nachdem ich bei dir die rezepte zu quitten gelesen habe, hatte ich solche lust bekommen, selbst gelee und brot zu machen. vielen dank für die inspiration!
    liebe grüße, wiebke
    http://wiebkesbaeckerei.blogspot.co.at/2012/11/quittengelee.html

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  3. Danke für die Rezepte. Aber bitte: warum drehst Du das Glas mit dem Gelee um? Das ist eigentlich völlig aberwitzig - das Vakuum bildet sich auch dann, wenn das Glas normal steht, und man hat nicht den Deckel auf der Innenseite verschmutzt (was in manchen Fällen dann zu Schimmelbildung führen kann).
    Herzliche Grüße aus Niederösterreich, Ingrid

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    1. Liebe Ingrid,
      danke für deinen konstruktiven Beitrag! :-) "Völlig aberwitzig" würde ich das nicht sehen, ich weiß, über die Methode streiten sich die Geister, aber ich fahre sehr gut damit, mit ist echt noch kein Glas damit schimmelig geworden und ich empfinde es so, dass es nicht allein um das konservierende Vakuum geht, sondern dass der heiße Inhalt meiner Meinung nach so auch den Deckel nochmals sterilisieren kann. Es vermittelt mir ein besseres Gefühl, weil ich das so kenne und es sich bewährt hat. Aber das kann jeder so machen, wie er es am besten empfindet. Es nicht umzudrehen, bedeutet außer dem von dir genannten Vorteil sogar noch einen Arbeitsschritt weniger ;-) Ich bleibe trotzdem bei meiner Methode, bis sich ein Nachteil erweist :-)
      Liebe Grüße von Barbara

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  4. danke für das tolle Quittenbrotrezept. Ich habe Quitten geschenkt bekommen und wollte mal was anderes machen.
    Nun ist die Masse auf dem Blech und ich bin gespannt.
    Schöne Grüße

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  5. Vielen Dank für dein Rezept für das Quittengelee. Es hat super funktioniert. Ich finde auch deine Etiketten sehr schön. Gibt es da eine Vorlage?

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